Das Phoenix-Projekt Exposé |
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Die Erde am Ende der Zivilisation, die Kindersterblichkeit liegt bei 100 %, ein Ende jeglicher menschlicher Existenz auf dem Planeten ist mit dem Ende der jetzt lebenden Generation zu erwarten. Die Regierung der Vereinigung sämtlicher Völker, die sich gebildet hat, als die existentielle Not nicht mehr zu leugnen war und nationale Interessen unwichtig wurden, beschließt, angesichts des Scheiterns aller Versuche die ökologische Katastrophe zu verhindern, das "Phoenix-Projekt" viele Jahre vor dem eigentlichen Plan zu starten. Dieses Projekt besteht eigentlich aus fünf jungen Menschen, die schon als hochbegabte Kinder in einer Trutzburg "Fort Phoenix" gegen die feindliche Umwelt ohne jeden Mangel aufwuchsen und aufwendig geschult wurden, nur zu dem Zwecke, das Ende der Welt durch Bündelung aller Begabungen abzuwenden. Die Mitglieder dieser Gruppe von höchster Kompetenz auf allen Gebieten moderner Wissenschaften werden nun von den Präsidenten der Welt aus ihrem Paradies rekrutiert und erhalten die Aufgabe, den Fortbestand der menschlichen Spezies zu realisieren. Die allesamt sterbenskranken Präsidenten geben ihnen Zeit bis zum Tode des letzten Vertreters der Weltregierung, der dann die Aufgabe hat, wenn keine Hoffnung mehr besteht, die Menschheit per Zerstörung des Planeten von ihrem Leid zu erlösen. Die fünf jungen Leute: Euterpe, Dion, Urania, Thallus und Chleo erleiden einen schrecklichen Schock, als sie erfahren, daß ihre gesunde und heile Welt im Fort Phoenix die einzig verbliebene und mit großem technischen Aufwand aufrechterhaltene Oase auf der Erde darstellt. Sie sehen all das Elend und die Not der Weltbevölkerung, von der sie völlig getrennt gelebt haben. Sie machen sich an die Arbeit, ihre Schuld und damit Pflicht, die sie in ihrer Privilegiertheit auf sich genommen haben zu übernehmen und die Aufgabe zu erfüllen. Sie arbeiten verbissen an der Lösung der ökologischen Katastrophe und kommen zu dem Ergebnis, daß nur die Natur selber die Kraft hat, sich zu regenerieren. Sie entschließen sich daher, eine genetisch veränderte humanoide Spezies zu erzeugen, die alle bekannten "zerstörerischen" Elemente der menschlichen Natur nicht mehr besitzt. Diese neue "Rasse", die Phoenix-Kinder, entsteht durch die Manipulation an allen Elementen der DNA, von denen man weiß, daß sie für Dinge wie Aggressivität, Dominanz, Gewalt usw. verantwortlich sind, diese werden ersetzt durch Codes, die das Immunsystem und die Lebenserhaltung des Organismus sicherstellen sollen, so daß diese Menschen resistent gegen Gifte und Krankheiten sein sollten. Da nicht der gesamte DNA-Code bekannt ist, erwarten die Wissenschaftler, daß so die Natur die nötige Zeit zur Erholung bekommt, bis nach einigen Generationen Evolution in den neuen Menschen wieder die wegmanipulierten Tendenzen entstanden sind und sich die Welt damit "normalisiert". Schließlich gelingt im letzten Moment vor dem Tod des letzten Präsidenten die Geburt eines perfekt zu sein scheinenden Prototypen, der von Euterpe ausgetragen wurde, die die Geburt und die damit verbundenen genetischen Veränderungen mit einem Wachkoma bezahlt. In Inkubatoren werden nun ganze Reihen der neuen Wesen, die in Tests tatsächlich eine hundertprozentige Immunität gegen jegliche Umweltgifte zeigen und keinerlei Aggression zu kennen scheinen, zur Reife gebracht. Es stellt sich heraus, daß Euterpe stets in der Nähe der Wesen sein muß, damit diese gedeihen. In der Zwischenzeit ist die Erdbevölkerung ausgestorben und nur noch die Wissenschaftler und die Phoenix-Wesen leben. Als diese alt genug sind, werden sie in die feindliche Außenwelt entlassen und beginnen dort gleich mit einer Hegearbeit an der gebeutelten Natur, aus der bald eine kleine Oase entsteht. Nachdem die Wesen auch eine Kommunikation telepathischer Art entwickelt haben und Euterpe aus ihrem Wachschlaf erwecken konnten, sieht es wieder besser für die Welt aus. Alles scheint sich also zum Guten zu wenden, so sehr, daß bald die Wissenschaftler ohne lebenserhaltende Systeme in der Oase leben können mit den Phoenix-Wesen gemeinsam. Als die Kinder in das gebärfähige Alter kommen - inzwischen sind die Mitglieder der Phoenixgruppe sehr alt, da die neuen Menschen sehr viel langsamer sich entwickeln und altern, was auf ihren fortgeschrittenen Entwicklungsstand hindeutet - stellt sich heraus, daß die ansonsten gesunden Spermien nicht zeugungsfähig sind, da sie nicht den aggressiven "Willen" entwickeln können, ins Ovulum einzudringen und sich dort festzusetzen. Plötzlich scheint wieder das Ende der noch so neuen Menschheit in Sicht zu sein. Die fünf Wissenschaftler wollen noch einmal all ihre Energie aufbringen und tun sich in einem Schwur zusammen, der verspricht, daß wer auch immer der letzte Überlebende sein wird, daß dieser nicht eher stirbt, als eine Lösung gefunden wurde. Seltsamerweise verweigern die Phoenix-Wesen, die über große Intelligenz verfügen, jegliche Mitarbeit und beschränken sich, wie im Umgang mit der Natur, auch im Umgang mit den Menschen auf dienende Tätigkeiten wie Krankenpflege und Hege. Nach und nach sterben vier der Wissenschaftler, wobei Dion in einem wahnsinnigen Verzweiflungsakt eine Phoenix-Frau bei einer Vergewaltigung tötet, was bei den Phoenix-Wesen jedoch keinerlei Aggression entstehen läßt. Im Gegenteil, sie pflegen Dion liebevoll bis zu seinem Tod und versuchen den verbleibenden Mitgliedern der Gruppe klarzumachen, daß es keinen Grund für Haß oder Rache gibt. Aus dem Grab des toten Mädchens wachsen unbekannte, wunderbare farbige Blumen, die über phantastische Photosyntheseeigenschaften verfügen und so bei der Erholung des Planeten eine entscheidende Rolle spielen können. Schließlich lebt nur noch Euterpe, deren Stoffwechsel durch die genetische Verbindung und Behandlung während der Schwangerschaft dem Stoffwechsel der Phoenix-Wesen ein wenig ähnelt, wodurch sie langsamer altert als ihre Kollegen. In biblischem Alter schafft sie es schließlich, das Problem zu lösen und stellt in einem letzten Kraftakt ihren "Kindern" den Stoff zur Verfügung, bevor sie versöhnt stirbt. An ihrem Grab, aus dem auch die wunderlichen schönen Blumen sprießen - so nah war sie ihren Nachkommen schon - entschließen sich die neuen Menschen, sich nicht fortzupflanzen und benutzen das Serum daher nicht. Sie wählen damit vermutlich das Leben für die Erde, da in einem letzten Bild zu sehen ist, wie sich im Zeitraffer die Farben der neuen Blumen über die ganze Erde verteilen und dem Planeten so wieder die Luft zurückgegeben wird. Die Evolution hat die Chance von Neuem zu beginnen, vielleicht mit einem besseren Ende als der Entwicklung von Menschen! Ursula Heger & Dieter Matten
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